Sodbrennen und Magenweh – Beschwerden durch Übersäuerung?

Freitag, 05.05.2017

Es erwischt einen gleich nach dem Essen oder bei Stress: Unbehagen im Magen und Sodbrennen kennen viele – und keiner will sie haben. In manchen Fällen ist eine Übersäuerung der Übeltäter.

Übersäuerung entsteht, wenn der pH-Wert im Blut unter 7,36 sinkt. Normalerweise liegt der Blut-pH Wert zwischen 7,36 und 7,44, im basischen Bereich. Doch durch bestimmte Erkrankungen, zu viel Alkohol, zu geringe Kalorienaufnahme oder verschiedene Medikamente kann der Körper übersäuern.

Ist dies der Fall, versucht der Körper, die Übersäuerung auf natürliche Weise auszugleichen. Am besten gelingt ihm das mit dem sogenannten Bikarbonatsystem. Bei einer Übersäuerung schüttet der Körper mehr Bikarbonat aus, ein basisches Salz, das überschüssige Säuren binden kann. Ein weiteres Mittel des Körpers, sich vor Übersäuerung zu schützen, ist, einfach seine Atmung zu verstärken. So atmest du mehr saures Kohlendioxid aus.

Einfluss der Ernährung

Mit diesen beiden Systemen kann dein Körper einer Übersäuerung entgegenwirken. Aber wie sieht es aus mit der Ernährung? Viele Wissenschaftler haben schon zahlreiche Studien durchgeführt, um den Einfluss von Lebensmitteln auf den Säure-Basen-Haushalt des Körpers zu untersuchen. Die Wirkung von Lebensmitteln allein ist zu schwach, um den pH-Wert des Blutes aus dem Gleichgewicht zu bringen, dennoch haben sie einen messbaren Einfluss.

Anhand des pH-Werts des Urins kann gemessen werden, ob du deinem Körper zu viele Säuren mit der Nahrung zuführst. Liegt der pH-Wert deines Urins unter 5, kann es sein, dass Du übersäuert bist. Lass dich aber nicht beirren: Lebensmittel, die sauer auf deinen Körper wirken, sind nicht unbedingt Lebensmittel, die viele Säuren enthalten. Eine saure Zitrone oder ein Apfel wirkt beispielsweise basisch. Es hängt vielmehr von den Aminosäuren ab, ob ein Lebensmittel sauer wirkt, oder nicht.

Aminosäuren beeinflussen Säure-Basenhaushalt

Aminosäuren sind die Bausteine des Eiweiß. Enthalten diese Aminosäuren viel Schwefel, werden sie im Körper zu einer Säure umgewandelt. Schwefelhaltige Aminosäuren, wie beispielsweise Cystein oder Methionin, sind in Fleisch oder in Milchprodukten enthalten. Aber auch Alkohol oder Koffein wirken sauer. Darüber hinaus regen sie zusätzlich die Produktion der Magensäure an. Die Magensäure ist sehr wichtig für den Körper, da Eiweiß mit ihrer Hilfe leichter verdaut werden kann, auch sortiert sie krankmachende Keime aus, die deine Darmflora stören könnten. Zu viel Magensäure kann aber auch eine Entzündung der Magenschleimhaut bewirken.

Zu viel Magensäure?

Bei einer Magenschleimhautentzündung sollte auf Alkohol und Koffein verzichtet werden. Auch sehr scharfe Speisen und eiskalte oder sehr heiße Getränke sind ungünstig. Empfehlenswert sind Wasser, Kräutertee, Haferbrei oder Zwieback. Bei zu viel Magensäure kann auch Sodbrennen entstehen. Beim Sodbrennen, auch Reflux genannt, fließt die Magensäure in die falsche Richtung. Sie kann aber auch durch eine Störung des Schließmuskels des Magens entstehen, der die Magensäure eigentlich im Magen halten sollte. Bei Sodbrennen hilft es besonders, auf fettreiche Lebensmittel, Süßigkeiten, Säfte, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke zu verzichten. Iss lieber mehrere kleine Mahlzeiten und gönne dir genügend Ruhe von deinem stressigen Alltag. Denn auch Stress kann Sodbrennen begünstigen.

Übersäuerung durch ungesunde Ernährung

Eine Übersäuerung ist lästig, kann aber sogar langfristige Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Eine dauerhafte Übersäuerung des Gewebes kann Entzündungen auslösen. Dein Stoffwechsel wird gestört und auch die Knochen können Schaden nehmen, weil das körpereigene Puffersystem überlastet ist und der Körper sich das Bikarbonat aus den Knochen holen muss, die dadurch an Festigkeit verlieren.

Darüber hinaus kann eine Übersäuerung auch Einfluss auf das Körpergewicht haben. Der Körper produziert im zu sauren Zustand mehr Cortisol, ein Hormon, dass die Einlagerung von Fett in die Fettdepots fördert.

10 basische Lebensmittel für Dein Säure-Basen-Gleichgewicht

Wenn du viele basische Lebensmittel isst, die reich an Kalium, Calcium und Magnesium sind, bist du gut vor einer Übersäuerung geschützt. Die Mineralien wirken wie ein Säure-Schutzschild und können problemlos beim Heilfasten und Entgiften, wie das Magazin von goodme schreibt, integriert werden. Dazu enthalten basische Lebensmittel meist viele Ballaststoffe, die Deinen Darm in Schwung bringen können:

1. Spinat
Er ist nicht nur reich an Kalium, Spinat enthält auch viel Vitamin A und Vitamin K. Wie wäre es mit einem Basen-Drink mit Grünkohl, Banane und Sesamöl? Lecker!

2. Grünkohl
Der basisch wirkende Grünkohl ist ein echtes Superfood. Er enthält sehr viel Vitamine A, C und K und reguliert mit Kalium den Säure-Basen-Haushalt.

3. Banane
Die Banane ist ein sehr kaliumreiches Obst. Kalium ist gut für die Regulation des Herz-Kreislauf-Systems.

4. Walnuss
Mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt unterstützten Walnüsse die Verdauung. Vitamin E und Kupfer schützen die Zellen.

Grünes Gemüse ist eine wahre Vitaminbombe.

Grünes Gemüse ist eine wahre Vitaminbombe.

5. Brokkoli
Brokkoli enthält Calcium und viel Vitamin K, die den Knochenaufbau unterstützen. Mit sekundären Pflanzenstoffen wie den Glucosinolaten wirkt er antibakteriell.

6. Feigen
Mit Vitamin K, Calcium und Flavonoiden, die positive Auswirkungen auf die Entgiftung des Körpers haben können, sind sie sehr wertvoll. Ballaststoffreiche Trockenfrüchte wie Feige wirken zudem verdauungsfördernd und abführend.

7. Sesam
Der Gehalt an Calcium und Magnesium übersteigt den vieler Obst-und Gemüsesorten. So wirken die Kerne basisch und fördern mit Vitamin B1 auch noch den Stoffwechsel. Dazu ist Sesam reich an Eisen, Fluor, Kupfer und Zink.

8. Kartoffel
Ihr Magnesiumgehalt macht die Kartoffel zu einem vielseitig einsetzbaren basischen Lebensmittel. Dazu enthält sie Vitamin K, Kalium und Flavonoide.

9. Brombeere
Die leicht säuerlich schmeckende Beere wirkt tatsächlich basisch! Vitamin C und Anthocyane wirken gegen oxidativen Stress und schützt die Zellen vor Alterung.

10. Löwenzahn
Seine Bitterstoffe und Inulin, ein Ballaststoff, machen ihn besonders wertvoll für die Verdauung. Dazu enthält er reichlich Vitamine A und C, die Dein Abwehrsystem unterstützen.

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05.05.2017 14:50
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