Haarentfernung durch Epiliergerät: Gezupft, nicht rasiert

MITTWOCH, 31.01.2018

Nicht nur im Sommer ist die regelmäßige Haarentfernung an Beinen & Co. lästig. Wer sich für ein Epiliergerät statt den Rasierer entscheidet, hat länger glatte Haut.

Glatte, unbehaarte Beine sind inzwischen für viele Frauen selbstverständlich geworden, doch die Methoden der Haarentfernung sind mitunter kurzlebig, schmerzhaft oder ganz schön teuer. Das Epilieren ist hier ein guter Kompromiss.

Wie funktioniert ein Epilierer?

Unter Epilation versteht man das Entfernen der Haare an der Haarwurzel mittels eines Epiliergerätes. Das ist mit einem Pinzettensystem ausgestattet. Da die Haare beim Epilieren als Ganzes entfernt werden, hält der Effekt weitaus länger an als beim Rasieren. Circa zwei Wochen soll das Glättegefühl halten.

Der große Nachteil der Epilation ist der Schmerz beim Ausreißen der Haare. Auch Hautirritationen sind nach dem Epilieren nicht selten. Daher ist es wichtig, die Haut so gut wie möglich vorzubereiten.

Voraussetzungen für die Epilation

Die Haare sollten zwischen zwei bis fünf Millimeter lang sein, damit die Pinzetten sie gut erwischen. Längere Haare kannst du bei Bedarf trimmen oder einfach ein paar Tage vor dem Epilieren rasieren.

Nach dem Baden oder Duschen ist die Haut weich und die Härchen lassen sich besonders gut entfernen. Ein zusätzliches Peeling oder ein Massage-Handschuh entfernen abgestorbene Hautschuppen und bereiten die Haut optimal auf das Epilieren vor. Danach müssen die entsprechenden Körperpartien bei klassischen Epiliergeräten sorgfältig abgetrocknet werden, da sie sowohl frei von Cremes und Fetten als auch Wasser sein sollte. Moderne Epilierer können allerdings nass und trocken angewendet werden und bedeuten so weniger Stress für dich.

Epilierer ohne Schmerzen?

Die erste Epilation ist meist am schmerzhaftesten, aber der Schmerz wird von Mal zu Mal geringer. Denn anfangs werden einfach am meisten Haare samt Wurzel entfernt. Da der Nachwuchs in der Regel dünner und weicher ist, verursacht das Ausreißen später weniger Schmerzen. Abgesehen davon wachsen nicht alle Haare gleich schnell nach.

Bessere Epilationsgeräte haben einen Aufsatz, der die Haut vor der Behandlung kühlt. Zur Not helfen auch eine kalte Dusche oder Eiswürfel, die die Körperpartien vor der Haarentfernung kurzfristig betäuben.

Gerade nach dem Epilieren der Bikinizone ist eine beruhigende Creme Pflicht.

Gerade nach dem Epilieren der Bikinizone ist eine beruhigende Creme Pflicht.

Nach dem Zupfen: Haut beruhigen

Nach dem Epilieren brauchen die betroffenen Körperstellen erst einmal eine Pause und eine Extra-Portion Feuchtigkeitscreme – im Idealfall mit beruhigenden Inhaltsstoffen wie Kamille oder Aloe Vera. Häufig bilden sich an den Stellen, an denen Haare entfernt wurden, kleine rote Punkte, die kurzfristig auch schmerzen können. Es empfiehlt sich daher, abends zu epilieren, damit sich die Haut über Nacht erholen kann.

Gerade, wenn du den Epilierer im Gesicht oder aber ein Epiliergerät im Intimbereich anwendest, solltest du auf besonders sanfte Pflegeprodukte setzen, um die empfindliche Haut nicht noch mehr zu strapazieren.

Epilieren vs. Rasieren

Der große Vorteil der Epilation ist die lang anhaltende Wirkung, allerdings kann es schon ein Weilchen dauern, bis man alle Haare erwischt hat. Daher ist eine Kombination aus Rasieren und Epilieren ideal. Gerade kleinere Härchen, beispielsweise an den Knien, lassen sich mit dem Epiliergerät nämlich schwer erwischen – hier lohnt sich der Griff zum Rasierer. Bei einzelnen störrischen Haaren hilft der Griff zur Pinzette, statt einer Enthaarung mit einem relativ großen Damen-Epilierer.

Die Bikinizone enthaaren: Epilierer oder wachsen?

Die einen schwören auf Wachs, die anderen auf das Epilieren. Was nun besser ist, ist Geschmackssache, effektiv sind beide Methoden, denn sie entfernen das gesamte Haar mit Wurzel. So wächst es langsamer nach und die Haut bleibt lange glatt. Der Vorteil eines Epiliergeräts in der Bikinizone: Du brauchst weniger Kraft als beim Wachsen. Hier fährst du einfach mit dem Epilierer über die Haut. Beim Wachsen ziehst du den Streifen hingegen mit einem Ruck ab.

Epilieren ist praktisch, effektiv und kostengünstig.

Epilieren ist praktisch, effektiv und kostengünstig.

Kostenfaktor der Haarentfernung mit Epiliergerät

Da eigentlich nur die Anschaffung des Epiliergerätes Kosten verursacht, gehört das Epilieren zu den günstigen  Haarentfernungsmethoden. Epilierer sind ab ca. 30 Euro erhältlich, es gibt jedoch auch Luxusexemplare für 150 Euro oder mehr. Beim Kauf kann es sich lohnen, ein bisschen tiefer in die Tasche zu greifen, da teurere Geräte oft komfortabler sind und das Epilieren womöglich weniger schmerzt.

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Wer schön sein will, muss leiden?

Zwar trifft dieses alte Sprichwort bei Epiliergeräten zu, doch der Schmerz hält sich in Grenzen und nimmt bei jeder Anwendung ein bisschen ab. Dafür bekommst du lange eine glatte, haarfreie Haut. Moderne Epilierer lassen sich auch unter der Dusche anwenden und sind damit praktischer als die klassischen Modelle. Trotzdem solltest du deine Haut aufs Epilieren vorbereiten und danach unbedingt mit beruhigenden Cremes pflegen.

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