Beauty & Lifestyle

Dauerhafte Tattoo-Entfernung – das solltest du wissen

MITTWOCH, 14.03.2018

Du hast ein unschönes Tattoo, das du gerne loswerden möchtest? Dauerhafte Tattoo-Entfernung ist die Lösung, allerdings solltest du dich vorher über Risiken, Kosten etc. schlaumachen.

Laserbehandlungen zur dauerhaften Tattoo-Entfernung haben in den letzten Jahren enorme Fortschritte gemacht. Allerdings kann es immer noch sehr schwierig sein, die Farbe unter der Haut völlig verschwinden zu lassen, das gilt vor allem für Menschen mit dunkler Haut oder farbigen Tätowierungen.

Warum ein Laser zur dauerhaften Tattoo-Entfernung?

Die speziellen Laser schießen Lichtimpulse unter die Haut und direkt auf die Farbpigmente deines Tattoos. Diese werden dadurch in winzig kleine Partikel zerschossen, die der Körper dann abtransportieren und über den Stoffwechsel ausscheiden kann. Für die unterschiedlichen Farben gibt es jeweils passende Laser, denn nicht alle Farbpigmente reagieren gleich. Es braucht also eine individuelle Behandlungsmethode, damit sie Erfolg hat. Das gilt auch für die Anzahl der Sitzungen.

Wie lange dauert es, bis das Tattoo weg ist?

Es ist schwierig, genau vorherzusagen, wie lange die dauerhafte Tattoo-Entfernung braucht. Die Anzahl der Behandlungssitzungen hängt von einer Vielzahl an Faktoren ab: die Größe der Tätowierung, die verwendete Farbe/Farben, die zu behandelnde Körperregion, Alter des Tattoos und wie viel Tinte beim Stechen verwendet wurde, sprich, ob es leichte Schattierungen oder dicke Farbblöcke sind.

Durchschnittlich braucht es zwischen fünf und zehn Sitzungen, es können aber auch bis zu zwanzig oder mehr sein. Wie lange die einzelnen Behandlungen dauern, hängt davon ab, wie deine Haut reagiert und wie gut der Laser durch die Hautschichten kommt. Üblicherweise hast du es nach zehn bis dreißig Minuten geschafft.

Normalerweise sollten zwischen den einzelnen Laser-Behandlungen vier bis fünf Wochen liegen, damit die Haut sich erholen kann und die bereits zerstörten Partikel abtransportiert werden können. Das Tattoo wird von Sitzung zu Sitzung heller.

Frau mit Tattoo auf Rücken

Nach jeder Behandlung verändert sich das Tattoo.

Achtung: Es besteht immer die Möglichkeit, dass nicht alle Farbpartikel verschwinden. In einigen Fällen bleibt die Tätowierung trotz guter Behandlung sichtbar. Es gibt keine Garantie für den 100-prozentigen Erfolg einer dauerhaften Tattoo-Entfernung. Vor allem Gelb, Braun und Violett sind hartnäckig.

Tut die Laser-Behandlung weh?

Zwar hat die Technik auch in Sachen Schmerz Fortschritte gemacht, doch die dauerhafte Tattoo-Entfernung mit einem Laser ist und bleibt trotzdem noch sehr unangenehm und wird von vielen sogar als schmerzhafter als das eigentliche Tätowieren beschrieben. Um die Behandlung etwas angenehmer zu machen, betäuben einige Ärzte die betroffenen Hautstellen. Um deine Augen vor den Laserstrahlen zu schützen, musst du während der Sitzung eine spezielle Brille tragen.

Nach der Tattoo-Entfernung durch den Laser

Schwellungen, Blasenbildung und auch leichte Blutungen können nach der Behandlung zur dauerhaften Tattoo-Entfernung auftreten. In der Regel ist die Haut aber nur stark gerötet. Um Infektionen zu vermeiden, musst du die entsprechende Stelle sauber halten und mit Vaseline pflegen. Das begünstigt die Heilung. Außerdem solltest du bei größeren Hautverletzungen eine Woche lang einen sterilen Verband oder Pflaster tragen. Die Haut kann noch einige Zeit nach der Laser-Behandlung lichtempfindlich sein, du solltest sie also nicht der direkten Sonne aussetzen.

Die Risiken einer dauerhaften Tattoo-Entfernung

Die Tattoo-Entfernung per Laser ist nicht komplett risikofrei und es können gesundheitliche Probleme auftreten. Beispielsweise werden nicht alle Farbpigmente von Körper ausgeschieden. Es bleiben Partikel zurück. Wissenschaftler des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) haben herausgefunden, dass diese Bruchstücke giftig oder krebserregend sein können. Ihre Forschung ergab, dass bei der Laser-Behandlung von Pigmentblau krebserregende Spaltprodukte wie Benzol und Benzonitril sowie das Zellgift Blausäure entstehen können. Werden großflächige Tätowierungen einer Laserbehandlung unterzogen, dann bestünde die Gefahr, dass hohe Konzentrationen dieser ungesunden Stoffe entstünden, die zu Zellschäden in der Haut führen könnten.

Tätowierer mit Farben

Manche Farben können gesundheitsschädlich sein.

Bei Menschen mit dunkler Haut besteht das Risiko, dass sich nach der Laser-Behandlung helle Flecken an der gelaserten Stelle bilden. Auch Narbenbildung ist bei allen Hauttypen möglich.

Kosten für Tattoo-Entfernung

Die ungeliebte Tätowierung los zu werden, ist nicht nur mit körperlichen Schmerzen verbunden, auch das Portemonnaie leidet, denn eine Sitzung kann zwischen 80 und 500 Euro kosten – je nach Größe des Tattoos. Die Krankenkassen zahlen nur in Ausnahmefällen.

Tattoo wird mit Laser entfernt pin

Dauerhafte Tattoo-Entfernung gelingt mit dem Laser.

Das sagt die Redaktion

Hohe Kosten, Schmerzen und keine Garantie für einen 100-prozentigen Erfolg – die dauerhafte Tattoo-Entfernung durch einen Laser ist alles andere als angenehm. Doch wenn du wirklich nicht mehr mit deiner Tätowierung leben willst, ist sie eine gute Alternative zu gefährlichen Verfahren wie dem Abschleifen der Haut oder der Entfernung durch Milchsäure, die dir unter die Haut gespritzt wird.