Tiny Houses: Der klitzekleine Traum vom Eigenheim

DONNERSTAG, 21.09.2017

Wie niedlich sind die denn?! Tiny Houses sind der neueste Trend aus Amerika, der auch hierzulande immer beliebter wird. Kein Wunder: Die architektonischen Meisterwerke bieten auf wenigen Quadratmetern alles, was das Herz begehrt. Obendrein sind die klitzekleinen Eigenheime oftmals mobil!

Wozu ein klobiges Einfamilienhaus bauen, wenn man auch ein süßes Tiny House kaufen kann? Das denken sich momentan viele Anhänger des neuen Trends und stellen ihr Leben auf den Kopf. Sie konzentrieren sich auf die wesentlichen Elemente und sagen dem Luxus ab.

Tiny Houses: Aufbau und Aufteilung

Tiny Houses beschreiben schon mit ihrem Namen genau das, was sie sind: winzige Häuser. Sie verfügen in der Regel über zehn bis 55 Quadratmeter und sind oftmals auf Räder montiert, sodass sie ihren Stellplatz ständig verändern können. Ansonsten haben sie all das, was die klassischen Eigenheime auch haben: Küche, Bad, Wohn- und Schlafzimmer. Nur auf den Flur wird meist verzichtet.

Wer hat's erfunden?

Wie so viele coole und packende Ideen stammt auch diese aus Amerika. Sie folgt dabei einer Bewegung, die bereits seit Anfang des Jahrhunderts um sich greift: dem Downsizing-Trend. Viele Menschen wollen sich von unnötigem Ballast verabschieden, hohe Kosten meiden und minimalistisch leben, um so das Glück und die Freiheit zu finden.

Als Pionier unter den Tiny-Houses-Jüngern wird Steve Areen gesehen. Er baute sich sein Minihaus in nur sechs Wochen: ein kugelrundes orangefarbenes Heim inmitten einer thailändischen Mangofarm. Für einen umwerfenden Preis von umgerechnet nur 6.500 Euro! Mit den Bildern seines Meisterwerks eroberte er die sozialen Netzwerke. Und weil die Tiny Houses so süß und so gut durchdacht daherkommen, sind sie auch schon in Europa sehr begehrt.

Alle lieben Tiny Houses!

Während in den USA mittlerweile viele Privatpersonen in die klitzekleinen Eigenheime umgesiedelt sind, bleiben die Tiny Houses hierzulande vorwiegend in der digitalen Welt beliebt. Kein Wunder, sind die Bauvorschriften, Genehmigungspflichten und Straßenverkehrsordnungen in Deutschland doch so unfassbar kompliziert. Das größte Problem liegt wohl darin, ein geeignetes Grundstück zu finden, auf dem das Tiny House gebaut werden kann. So kleine Flächen sind oftmals nicht im Bebauungsplan einer Stadt vorgesehen. Deswegen ist hier viel Eigeninitiative gefragt: Wer eine Baulücke oder leer stehende Flächen findet, kann beim Grundbuchamt anfragen, wem das Land gehört – und ob es bebaut werden darf.

Hinzu kommt, dass die Kultur der Deutschen sich doch stark von der amerikanischen unterscheidet. So ist zu vermuten, dass der Tiny-Houses-Trend nur für kleine Randgruppen interessant sein wird – solche, deren Streben nach Freiheit und Minimalismus über die Sehnsucht nach Luxus und Komfort überwiegt. Und nicht zuletzt: Man kann den Häuschen einfach nicht absprechen, dass sie schlichtweg entzückend sind. Hier noch ein paar ganz besondere Exemplare, die zum Träumen anregen.

Einige kleine Familien bauen ihre Tiny Houses auf Rädern, um mit ihnen – quasi als vollkomfortabler Wohnmobilersatz – immer wieder neue Regionen zu erkunden.

Andere fühlen sich dort so pudelwohl, dass sie sich mit ihrem Partner kein schöneres Nest vorstellen können.

Tiny Houses können auch in den Gipfeln der tollsten Bäume gebaut werden.

Dieses Bild strahlt pure Gemütlichkeit aus.

Und der große Vorteil der Tiny Houses ist: Sie können an den verrücktesten Orten aufgebaut werden – zumindest in Amerika oder anderen Regionen, wo es keine strengen Bauvorschriften gibt.

Noch mehr Tiny Houses gefällig? Dann hätten wir hier einen TV-Tipp: Immer samstags läuft auf sixx die Sendung "Tiny House - Wohntraum XXS"!

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Der perfekte Rückzugsort für Genügsame: Tiny Houses sind urgemütlich und aufs Wesentliche reduziert.