Abnehmen: Welche Rolle der Körperfettanteil spielt

DIENSTAG, 05.06.2018

Mögliches Übergewicht wird an vielen Faktoren festgemacht: dem Gewicht an sich, dem BMI und dem Körperfettanteil. Ein Fitness-Experte behauptet, dass vor allem die Waage und der BMI nicht unbedingt sehr aussagekräftig sind und plädiert deshalb dafür, vor allem dem Körperfettanteil mehr Beachtung zu schenken.

Viele Sportler wiegen mehr als untrainierte Menschen. Doch das bedeutet noch lange nicht, dass sie übergewichtig sind oder abnehmen sollten. Muskelmasse wiegt nun mal mehr. Deshalb ist es besonders sinnvoll, den Körperfettanteil zu analysieren, um gute Ergebnisse über den Zustand des Körpers zu bekommen.

Körperfettanteil statt BMI oder Gewicht

"Popsugar" gegenüber hat der Mediziner Rusha Modi erklärt, warum der Körperfettanteil so wichtig ist, wenn man ein Abnehmprogramm auf die Beine stellen möchte. Er gebe an, "wie viel Körperfett man im Verhältnis zum eigenen Gewicht hat". Bei den meisten Diäten und Fitnessprogrammen ginge es darum, den Fettanteil zu minimieren, dabei sei Körperfett aber sowohl bei Frauen als auch Männern wichtig. Vor allem das weibliche Geschlecht brauche einen höheren Anteil, da Fett für die Menstruation und den Zyklus essentiell sei.

Frauen brauchen mehr Fett als Männer

Die Körperfetttabelle des American Council on Excercise (ACE) gibt an, wie viel Fett im Körper enthalten sein sollte, wie viel bei welchen Personengruppen normal oder zu viel ist. Hier die Übersicht:

Fettanteil bei Frauen:

  • Untergrenze: 10-13%
  • Athletisch: 14-20%
  • Fit: 21-24%
  • Durchschnitt: 25-31%
  • Übergewichtig: mehr als 32%

Fettanteil bei Männern:

  • Untergrenze: 2-5%
  • Athletisch: 6-13%
  • Fit: 14-17%
  • Durchschnitt: 18-24%
  • Übergewichtig: mehr als 25%

Wenn dein Körperfettanteil also über der empfohlenen Obergrenze von 32 Prozent bei Frauen und 25 Prozent bei Männern liegt, ist es angeraten, beim Training und mit einer Diät das Fett im Körper zu reduzieren. Der Fitness-Experte Jim White warnt: "Überschüssiges Körperfett kann zu Fettleibigkeit führen, die Herzerkrankungen, Krebs oder Schlaganfälle begünstigen können […]." Er rät dazu, bei kritischen Werten einen Arzt zu konsultieren und gemeinsam mit ihm einen Ernährungs- und Trainingsplan zu erstellen, die den Fettabbau anregen, ohne den Körper negativ zu beeinflussen oder zu überfordern.

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Der Körperfettanteil gibt Aufschluss über die eigene Gesundheit.