Symptome von Vitaminmangelerscheinungen

MONTAG, 04.12.2017

Plötzlicher Kopfschmerz oder schuppige und trockene Haut können Vitaminmangelerscheinungen sein. Wir erklären dir, welches Vitamin für welche Symptome eines Mangels verantwortlich sein kann.

Obwohl Krankheiten aufgrund von Vitaminmangel durch die günstigen Ernährungsbedingungen in Europa von Seltenheit geprägt sind, tauchen sie dennoch ab und an auf. Meist in Verbindung mit anderen chronischen Krankheiten. Damit solche Beschwerden und Erkrankungen im menschlichen Körper gar nicht erst vorkommen, sollte für eine ausreichende Zufuhr von Vitaminen gesorgt werden.

Ursachen für das Entstehen von Vitaminmangel

Es gibt verschiedene Ursachen für das Entstehen von Vitaminmangel: An erster Stelle steht allerdings die Fehl- oder Unterernährung. Verzichtet man in zu hohem Maße oder ganz auf frisches Gemüse, Früchte, Salat und tierische Produkte, werden dem Körper nicht genügend Vitamine zugeführt und es können Mangelerscheinungen auftreten, die im schlimmsten Fall Krankheiten auslösen.

Besonders in der Schwangerschaft und Stillzeit sind eine ausgewogene Ernährung und die Versorgung mit ausreichend Vitaminen zentral, da sowohl das Baby als auch der veränderte Hormonhaushalt dem Körper einiges abverlangen. Neben Menschen, die unter viel Stress leiden, gehören auch Alkoholkranke und Kettenraucher zur Risikogruppe für Vitaminmangel. Sie sollten ganz besonders auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen achten.

Vitaminmangelerscheinungen

Vitamin B:

Zu Gruppe der B-Vitamine zählen eine ganze Reihe verschiedener Vitamine. Doch eine Mangelerscheinung ist bei ihrem Fehlen häufig vertreten: trockene Haut. Vitamin B-Mangel ist aber eher selten. Ein Mangel an einem bestimmten Vitamin der B-Gruppe sogar noch unwahrscheinlicher – dafür hängen die Funktionen der B-Vitamine zu eng zusammen.

Wer an trockener Haut leidet, sollte trotzdem den Vitamin B-Haushalt checken lassen. Sowohl Vitamin B2, als auch B3, B6 und B7 sind für ein gutes Hautbild zuständig. Aber Vorsicht: Eine lang andauernde Überdosierung mit Vitamin B6 kann ebenfalls trockene Haut hervorrufen. B Vitamine kommen in tierischen Produkten, Hülsenfrüchten und Getreide vor.

Vitamin B12:

Ein Vitaminmangel, der häufig bei Veganern vorkommt, ist der Vitamin B12-Mangel. Das Vitamin kommt vor allem in tierischen Produkten vor, wie Fisch, Eier und Milchprodukte und wird für das Wachstum im Körper, die Bildung des roten Blutfarbstoffes und die Zellteilung benötigt. Spürbare Mangelerscheinungen treten seltener auf – meist bei Veganern in Form von Blutarmut und reduzierter Zungenschleimhaut. Betroffene fühlen sich müde und schwach, ihr Gesicht ist blass, sie verspüren Kopfschmerzen, Übelkeit und leiden unter einem lästigen Schwindelgefühl.

Vitamin D:

Der Körper kann Vitamin D mit Hilfe von Sonneneinstrahlung selbst herstellen – dies ist aber kein Grund, das Vitamin in der Nahrung zu kurz kommen zu lassen. Solltest du einen Vitamin-D-Mangel hervorgerufen haben, kann dein Körper nicht mehr genügend Calcium produzieren. Mögliche Folgen sind ein Nachlassen der Knochenfestigkeit, Muskelschwäche und Nervosität. Vitamin D ist zum Beispiel enthalten in Fisch und Fleisch. Mehr zu Vitamin D findest du hier.

Vitamin A:

Trockene und schuppige Haut wird durch den Mangel an Vitamin A hervorgerufen. Das Vitamin wirkt vorbeugend gegen schnell alternde Haut – ist ausreichend Vitamin A vorhanden, bleibt die Haut geschmeidig und glatt. Weitere Mangelerscheinungen sind: Übelkeit, Haarausfall und Nachtblindheit – im schlimmsten Fall kann sogar Erblindung eine Vitaminmangelerscheinung sein. Vitamin A ist enthalten in Eiern, Milchprodukten und Fisch. Der Nährstoff kommt ausschließlich in tierischen Produkten vor.

Mangelerscheinungen wie Lichtempfindlichkeit, Hautveränderungen und Sehstörungen treten selten auf – wenn, dann aber häufig, weil zu wenig Vollkorn, Milchprodukte und Nüsse aufgenommen wurden. In diesen Lebensmitteln steckt Vitamin B2, ein Nährstoff, der wichtig ist für den Aufbau des Blutfarbstoffes, die Sehfähigkeit und Hautheilung sowie Haar- und Nagelbildung.

Vitamin C:

Vitamin C gehört zu den Vitaminen, die der Körper nicht selber herstellen kann, deswegen sollten wir das Vitamin täglich über die Nahrung aufnehmen. Vitamin C fördert die Eisenaufnahme im Darm, den Aufbau von Bindegewebe, es hilft gegen Krankheiten wie eine Erkältung und ist für besondere Stoffwechselvorgänge verantwortlich. Vitamin C kommt in allen pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln vor. Besonders vitaminhaltig sind frisches Obst – und hier vor allem Zitrusfrüchte –, Gemüse und Kartoffeln. Solltest du an einem Vitaminmangel leiden, können Symptome wie Leistungsschwäche, Müdigkeit oder schwache Immunabwehr auftreten. Außerdem können sich Bindegewebsstörungen und Zahnfleischbluten, hohes Fieber und Wundheilungsstörungen einstellen.

Gemüse in einer Pille

Vitaminmangelerscheinungen treten heute zwar nicht mehr so häufig auf, trotzdem ist es ratsam, den eigenen Vitaminhaushalt genau im Auge zu behalten und sich ausgewogen zu ernähren, um mitunter schwerwiegende Erkrankungen zu verhindern.

Zusammenfassung der Redaktion

Vitaminmangelerscheinungen treten hierzulande nur selten auf. Die Versorgung mit frischen und gesunden Lebensmitteln ist gewährleistet. Doch manchmal können widrige Umstände dazu führen, dass unser Körper mehr Nährstoffe verbraucht, als er zugeführt bekommt. Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung ist die beste Maßnahme, einem Mangel vorzubeugen. Sollten sich trotzdem Symptome zeigen, ist ein Gespräch mit dem Arzt angeraten.

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