Hashimoto – eine oft unentdeckte Krankheit

DIENSTAG, 12.12.2017

Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine chronische Entzündung der Schilddrüse. Die Krankheit beginnt oft langsam und bleibt aufgrund der vielseitigen Symptome häufig lange unentdeckt. Doch welche Symptome deuten auf die Erkrankung hin und welche Therapie hilft?

Hashimoto-Thyreoiditis ist eine Autoimmunerkrankung der Schilddrüse, die nach dem japanischen Arzt Hakaru Hashimoto benannt ist. Das körpereigene Abwehrsystem greift hierbei das kleine Organ an und schädigt das Gewebe. Folgen sind eine chronische Entzündung und langfristig eine Schilddrüsenunterfunktion. Die genauen Ursachen für die Autoimmunerkrankung sind unklar. Allerdings tritt die Krankheit familiär gehäuft auf. Auffällig ist zudem, dass mehr Frauen als Männer erkranken und der Beginn bei ihnen zeitlich oft mit den Wechseljahren zusammenfällt.

Die Symptome von Hashimoto-Thyreoiditis

Hashimoto-Thyreoiditis bleibt am Anfang oft unerkannt. Das liegt daran, dass die Krankheit keine Schmerzen verursacht und die Symptome sehr vielfältig sein können. Nicht selten werden die diffusen Beschwerden anderen Krankheiten zugeordnet. Zu den Symptomen, die auf die Autoimmunerkrankung hindeuten können, gehören unter anderem:

  • Anfangs Gewichtsverlust, im weiteren Verlauf Gewichtszunahme
  • Anfangs Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion, später die einer Überfunktion
  • Nervosität, Konzentrationsschwäche
  • Müdigkeit, allgemeine Erschöpfung, fehlende Belastbarkeit
  • Kälteempfindlichkeit oder Schwitzen
  • Antriebslosigkeit, depressive Verstimmung, Angstzustände und Panikattacken
  • Blähungen, Durchfall oder Verstopfung
  • Hoher Blutdruck, Herzrasen
  • Haarausfall, trockene Haut
  • Schwellungen im Gesicht und an den Extremitäten
  • Zyklusstörungen, unerfüllter Kinderwunsch

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Autoimmunerkrankung ist nicht heilbar, die Symptome lassen sich aber gut behandeln. Da die Schilddrüse bei Hashimoto-Thyreoiditis zu wenig Hormone produziert, müssen diese eine Leben lang von außen zugeführt werden. Die richtige Hormondosis ist dabei von Patient zu Patient unterschiedlich, sodass die Medikation individuell angepasst werden muss.  Mit der richtigen Einstellung der Hormone kann ein Großteil der Betroffenen aber symptomfrei leben.

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Empfehlung der Redaktion

Wenn du unter einer der oben genannten Symptome leidest und nicht weißt, welche Ursache es dafür gibt, solltest du das abklären lassen. Eine Blutanalyse und ein Ultraschall bringen Klarheit.