Gesundheit & Ernährung

Juckreiz: Was tun, wenn die Haut verrücktspielt

MITTWOCH, 10.01.2018 Natalie Sterrantino

Es juckt und juckt und hört nicht auf! Quälender Juckreiz kann durch verschiedene Ursachen ausgelöst werden. Welche das sind und wie du den Juckreiz mit den richtigen Mitteln behandeln kannst, haben wir zusammengefasst.

Ständiger Juckreiz besitzt nicht nur ein hohes Nervpotenzial – durch das ständige Schaben können sich schnell unschöne Stellen auf der Haut bilden. Aber keine Sorge, wir verraten dir, welche Hausmittel wirken und was du bei Juckreiz tun kannst.

Juckreiz: Die Ursachen

Meist bilden sich rote Flecken auf der Haut, an denen man unaufhörlich kratzen muss. Juckreiz, auch Pruritus genannt, tritt beispielsweise nach einem Mückenstich, durch eine Allergie oder infolge trockener Haut auf – die Ursachen sind also vielfältig. Durch das andauernde Jucken zeigt die Haut, dass sie eine bestimmte Behandlung benötigt. Fem.com verrät die häufigsten Ursachen von Juckreiz und wie diese effektiv und schnell behandelt werden können.

Juckreiz durch trockene Haut

Juckreiz kann zum Beispiel durch trockene und raue Haut hervorgerufen werden. Äußere Faktoren, die dazu führen können, sind trockene Raumluft oder eine übertriebene Anwendung von Hautpflegeprodukten. Innere Faktoren können Probleme bei der Fett- und Feuchtigkeitsregulierung der Haut sein. Suche in jedem Fall einen Hautarzt auf und lass dich medizinisch beraten.

Wird der Feuchtigkeitsgehalt der Haut erhöht, verschwindet der Juckreiz in der Regel von selbst. Wir empfehlen dafür, auf parfümierte Pflegeprodukte, zum Beispiel Seifen, zu verzichten und lieber säureneutrale Produkte zu verwenden. Creme zudem deine Haut regelmäßig mit einer rückfettenden Lotion ein. Nimm außerdem genügend Flüssigkeit zu dir und befeuchte zu trockene Räume im Winter mit einer Schale Wasser auf der Heizung.

Allergie als Auslöser von Juckreiz

Auch eine allergische Reaktion des Körpers kann sich in Form von Juckreiz zeigen. Das Immunsystem wird bei einer Allergie in Alarmbereitschaft versetzt und gibt eine große Menge Histamin, das für die Abwehr von körperfremden Stoffen zuständig ist, frei. Infolge dessen kann die Haut überempfindlich reagieren und es entsteht beispielsweise das Jucken der Augen bei Heuschnupfen

Bei einer Kontaktallergie kann der Juckreiz zudem an Körperstellen auftreten, die mit bestimmten Stoffen in Kontakt kommen, die der Körper fälschlicherweise als gefährlich einstuft. Hierzu zählen zum Beispiel bestimmte Kleidungsmaterialien wie Leder oder Stoffe wie Zink und Nickel in Modeschmuck. Ein Allergietest beim Arzt liefert hier Klarheit.

Nahrungsmittel: Liegt eine Unverträglichkeit vor?

Auch bestimmte Lebensmittel können der Grund für deinen quälenden Juckreiz sein. Natürliche Bestandteile oder Farb- oder Konservierungsstoffe können zu pseudoallergischen Unverträglichkeitsreaktionen führen. Reifer Käse, Fisch, Sauerkraut, Rotwein (enthalten unter anderem Histamin), Hefe, Bananen, Tomaten, Schokolade, Tee und Kaffee zählen zu den bekannten Kandidaten in puncto Juckreiz. Auch scharfe Gewürze oder Geschmacksverstärker wie Glutamat sind oft schuld an Hautirritationen. Bist du unsicher, ob deine Essgewohnheiten der Grund für den Juckreiz sind, suche einen Arzt auf, er kann Allergien ausschließen oder bestätigen.

Unbedingt vermeiden: Das Kratzen

Egal, welche Ursache deinem Juckreiz zugrunde liegt: Hindere dich selbst in jedem Fall daran, an der juckenden Hautstelle zu kratzen und zu reiben! Denn beim Kratzen entstehen Schmerzreize, die zwar zunächst eine Linderung des Juckens verschaffen, langfristig aber negative Folgen haben können. Durch die ständige Stimulation der Haut durch das Kratzen werden nämlich Botenstoffe freigesetzt, die den Juckreiz noch fördern. Außerdem kann sich die Haut durch das ständige Reiben und Kratzen entzünden, blutig werden und unschöne Krusten ausbilden, die nicht selten Narben hinterlassen.

Juckreiz: Was dagegen hilft

Welche Ursache genau für deinen Juckreiz verantwortlich ist und welche medizinische Behandlung ggf. helfen kann, wird dein Arzt mit dir besprechen. Ergänzend können zur Linderung meist einfache Hausmittel eingesetzt werden. Aber Vorsicht: Kläre vorab mit deinem Arzt, welches der dir bekannten Hausmittel bei deiner spezifischen Diagnose angewendet werden darf.

Diese Hausmittel können bei Juckreiz Abhilfe verschaffen:

  • Umschläge mit Essigessenz: Ein Esslöffel Essigessenz mit einem Liter Wasser mischen und Umschläge darin tränken. Lindert den Juckreiz bei täglicher Anwendung auf der betroffenen Hautstelle.
  • Quark-Umschlag: Ein Leinentuch mit kaltem Quark oder Joghurt gleichmäßig bestreichen und auf die juckende Hautstelle legen. Das beruhigt den Reiz und du kannst dich entspannen.
  • Salzwasser und Johanniskraut: Bade in Salzwasser oder wasche die betreffenden Stellen vorsichtig mit Salzwasser. Trockne dich anschließend gut ab und bestreiche die von Juckreiz geplagten Hautstellen mit Johanniskraut. Das Salzwasser fördert den Heilungsprozess der offenen Hautstellen und desinfiziert diese zusätzlich. Das Johanniskraut hat eine wachstumshemmende Wirkung auf Bakterien und kurbelt ebenfalls die Wundheilung an.
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