Magen-Darm-Virus: Dauer und Symptome

FREITAG, 20.10.2017

Er beginnt mit Übelkeit und geht über in Durchfall: Ein Magen-Darm-Virus ist alles andere als angenehm – dauert aber zum Glück im Regelfall nicht lange an. Was kannst du gegen eine Magen-Darm-Grippe tun und welche Hausmittel gibt es? Hier findest du Antworten und Tipps, wie du vorbeugen kannst.

Wenn an Essen mit einem Mal nicht mehr zu denken ist, der Darm krampft und die Toilette zum Aufenthaltsort Nummer eins wird, steckt meist ein Magen-Darm-Virus dahinter. Mit einer richtigen Grippe (Influenza) hat die Infektion des Verdauungstraktes allerdings nichts gemein. Es handelt sich vielmehr um eine Entzündung von Magen und Darm, die überaus unangenehme Symptome verursacht.

Magen-Darm-Grippe durch Bakterien und Viren

Ursachen für eine Magen-Darm-Entzündung – medizinisch Gastroenteritis genannt – gibt es viele. Die meisten Infekte werden allerdings durch verschiedene Viren oder Bakterien ausgelöst, die häufig über die Nahrung in den Körper gelangen. Dort greifen sie die Magen- und Darmschleimhaut an.

Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber: Die Symptome

Die Folge: Nach etwa vier bis 48 Stunden kommt es zu Symptomen wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und schließlich Erbrechen. Der Körper versucht auf diese Weise, die Erreger loszuwerden. Gelangen sie dennoch in den Darm, folgen in der Regel krampfartige Bauchschmerzen und Durchfall.

Je nach Schädigungsgrad der Schleimhaut kann der Stuhl auch blutig sein. Weitere mögliche Symptome einer Magen-Darm-Grippe sind Fieber, Erschöpfung und Schwindel. Zudem kann es infolge des Flüssigkeitsverlustes zu einer Dehydrierung des Körpers kommen.

Das hilft bei Magen-Darm-Virus

Die gute Nachricht: Von Dauer ist ein Magen-Darm-Virus selten, er heilt in der Regel innerhalb einiger Tage von selbst aus. Daher werden als Therapiemaßnahme meist nur symptomlindernde Präparate eingesetzt. Vor allem geht es aber darum, den Flüssigkeits- und Elektrolytverlust des Körpers auszugleichen.

Betroffene sollten also so viel Mineralwasser und Tee wie möglich trinken. Zudem kann die Einnahme eines Gemischs aus Traubenzucker und Salz hilfreich sein. Medikamente, die gegen Übelkeit und Durchfall helfen, werden mitunter ebenfalls zur Behandlung eingesetzt.

Hat es dich jedenfalls voll erwischt, solltest du dich für die Dauer der Magen-Darm-Grippe möglichst schonen. Lege dich auf die Couch oder ins Bett. Nimm am besten eine Wärmeflasche oder ein warmes Kirschkernkissen mit dazu und lege sie auf deinen Bauch. Das hat eine wohltuende Wirkung.

Was solltest du bei einer Magen-Darm-Grippe essen?

Dein Essen sollte während der Erkrankung des Verdauungstrakts in erster Linie aus leicht verdaulichen Kohlenhydraten bestehen, also zum Beispiel aus Weißbrot, Haferschleim oder Zwieback. Vorsichtig kannst du den Speiseplan mit Besserung der Symptome dann erweitern. Von Kaffee, Alkohol und Zigaretten solltest du aber vorerst die Finger lassen.

Hausmittel gegen Magen-Darm-Grippe

Zu Hausmitteln gegen Magen-Darm-Grippe zählen Obst- und Gemüsesorten, die Pektine enthalten. Das sind zum Beispiel Bananen oder aber Karotten. Sie binden die Krankheitserreger im Magen-Darm-Trakt und führen sie ab. Eine vergleichbare bindende Wirkung haben übrigens auch Hausmittel wie Heilerde und Aktivkohle. Durch ihre große Oberfläche umhüllen sie die Giftstoffe und Bakterien und machen sie auf diese Weise unschädlich.

Wie lange dauert ein Magen-Darm-Virus?

Die Dauer deiner Magen-Darm-Grippe solltest du auf jeden Fall im Auge behalten. Meist ist sie innerhalb einiger Tage ausgeheilt. Nach ein bis fünf Tagen sollte eine Infektion mit Viren überstanden sein, handelt es sich allerdings um Bakterien kann der Infekt bis zu zwei Wochen dauern.

Wie bei allen anderen Erkrankungen gilt auch bei einer Magen-Darm-Grippe: Suche im Zweifel immer einen Arzt auf. Auch wenn ein Magen-Darm-Infekt in der Regel von selbst ausheilt, kann es durchaus sinnvoll sein, einen Arzt zurate zu ziehen. Bessern sich zum Beispiel die Symptome nach einigen Tagen nicht, tritt hohes Fieber oder gar Blut im Stuhl auf, sollte ein Arzt die genaue Ursache der Erkrankung auf jeden Fall abklären.

Magen-Darm-Ansteckung – wie vorbeugen?

Wer sich vor einer Magen-Darm-Grippe schützen möchte, sollte in erster Linie auf Hygiene achten. Die meisten Menschen stecken sich über eine sogenannte fäkal-orale Schmierinfektion an: Dazu kommt es zum Beispiel, wenn die Erreger aus Erbrochenem und Kot über die Hände des Erkrankten auf Türklinken und dergleichen und von dort auf die Hände eines anderen Menschen gelangen.

Aber du kannst noch mehr tun, um einer Infektion vorzubeugen:

  • Achte im Ausland darauf, nur gekochte oder gebratene Speisen zu essen. Speiseeis oder Salat können sich als verhängnisvoll entpuppen.
  • Nimm an exotischen Urlaubsorten nur abgekochtes Wasser oder Mineralwasser in Flaschen zu dir. Auch beim Zähneputzen solltest du darauf setzen. Eine Gefahrenquelle können auch Eiswürfel in deinem Drink sein.
  • Vermeide, besonders im Sommer, rohe oder weich gekochte Eier. Obst und Gemüse solltest du vor dem Verzehr gründlich waschen.
  • Ist jemand in deiner Umgebung erkrankt, gilt erhöhte Wachsamkeit in puncto Hygiene: Wasche dir regelmäßig die Hände!

Aber du kannst noch mehr tun: Regeneriere deine Darmflora und stärke so deine körpereigenen Abwehrkräfte. Eine Kur von zwei bis drei Wochen kann bereits wohltuende Effekte erzielen. In der Apotheke bekommst du Probiotika, die bestimmte Bakterienstämme (wie Milchsäurebakterien der Escherichia coli) enthalten. So werden die gesunden Bakterien wieder in der Darmflora angesiedelt und dein Darmmilieu wird optimiert. Leidest du öfter unter Magen-Darm-Infekten, erkundige dich am besten bei deinem Hausarzt, was du sonst noch für eine gesunde Darmflora tun kannst.

Ein Magen-Darm-Virus beginnt mit Übelkeit und geht über in Durchfall

Viel Flüssigkeit und leicht verdauliche Kohlenhydrate sind jetzt wichtig für den Körper - den Rest erledigt er in der Regel selbst.