Vagina-Depression – es gibt sie wirklich!

DONNERSTAG, 02.08.2018

Kaum zu glauben, aber wahr: Bei der Vagina-Depression handelt es sich nicht um einen urbanen Mythos, sondern um ein echtes medizinisches Krankheitsbild. Ob du darunter leidest und was du dagegen tun kannst, erfährst du hier.

Melancholie, Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit zählen mit zu den klassischen Symptomen einer Depression. Aber wie reagiert deine Vagina, wenn sie deprimiert ist und was sind die Ursachen?

Was ist eine Vagina-Depression?

Der medizinische Ausdruck für eine Vagina-Depression lautet vaginale Atrophie. Durch eine mangelnde Durchblutung fehlt es an Sauerstoff und die Kollagenfasern der Scheidenwand bilden sich langsam zurück. Die Folge: Das Bindegewebe ist nicht mehr so elastisch. Außerdem produziert der Körper weniger Östrogen – die Scheide wird trocken und die Lust auf Sex nimmt ab.

Der Grund für die Beschwerden: zu wenig Sex! Denn durch die fehlende Stimulation kann sich die Vagina verändern.

Die Symptome einer Vagina-Depression ähneln dabei stark denen einer Pilzinfektion: Es juckt, brennt und sticht in den unteren Gefilden, vor allem beim Wasserlassen. Und auch das Liebesspiel macht nicht besonders viel Spaß, da die Scheide nicht feucht genug wird.

Betreffen kann dieses Krankheitsbild Frauen in jedem Alter. In den Wechseljahren steigt durch die Hormonveränderungen aber das Risiko darunter zu leiden. Rauchen oder hormonelle Therapien können dazu beitragen.

Stellst du diese Symptome an dir fest, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, er kann feststellen, worum es sich handelt und eine Behandlung vornehmen. Die kann aus Tabletten oder Salben bestehen.

Was hilft bei einer deprimierten Vagina?

Die einfachste Lösung lautet Sex! Egal, ob mit einem Partner oder mit dir alleine. Selbstbefriedigung  ist nämlich in diesem Fall genauso effektiv. Bei einer vaginalen Atrophie kann etwas Gleitgel helfen, damit der Geschlechtsverkehr nicht schmerzhaft wird. Außerdem solltest du das Liebesspiel langsam angehen, damit sich der Körper darauf einstellen kann.

Funktioniert übrigens auch vorbeugend – und hat noch einen weiteren Vorteil: Sex lässt die Vagina langsamer altern. Also nimm dir ein wenig Zeit für dich und gönn dir ein paar Verwöhn-Momente.

Frau sitzt nachdenklich auf ihrem Bett pin

Wenn es zwickt und juckt, kann eine Vagina-Depression dahinterstecken.