Schwangerschaftsanzeichen: Schwanger oder nicht?

DONNERSTAG, 04.01.2018

Die Brust spannt, der Rücken schmerzt und dir ist ständig übel: Irgendwie fühlt sich dein Körper ganz anders an als sonst – ob du vielleicht schwanger bist? Wir verraten dir die wichtigsten Schwangerschaftsanzeichen.

Nicht immer kommt der Verdacht auf eine Schwangerschaft erst durch das Ausbleiben der Periode auf. Oft schleicht sich schon vorher das Gefühl ein: "Da tut sich was". Nun gilt es, die Symptome richtig zu deuten! Hier die klassischen Schwangerschaftsanzeichen, die in den ersten Wochen auf andere Umstände hinweisen:

Schwangerschaftsanzeichen 1: Deine Brüste spannen und sind extrem empfindlich

Gleich zu Beginn einer Schwangerschaft sorgt der sich verändernde Hormonhaushalt dafür, dass die Drüsen in der Brust wachsen – ein unangenehmes Spannungsgefühl kann die Folge und somit ein Schwangerschaftsanzeichen sein. Zudem werden die Brustwarzen meist extrem empfindlich und reagieren schon auf minimale Reize. Im Laufe der Schwangerschaft wird der Busen dann immer größer und fester.

Schwangerschaftsanzeichen 2: Deine Brustwarzen sind dunkler als sonst

Auch deine Brustwarzen können dir einen Hinweis darauf geben, ob du schwanger bist. Denn hormonbedingt könnte es passieren, dass sich diese dunkler färben. Eventuell sind auch die kleinen Erhebungen auf dem Warzenhof deutlicher sichtbar als sonst.

Schwangerschaftsanzeichen 3: Du spürst ein Ziehen im Unterleib

Die Gebärmutter wächst und wird besser durchblutet, neue Gefäße werden angelegt: Kein Wunder, dass fast alle werdenden Mamas merken, dass in ihrem Bauch etwas Außergewöhnliches vor sich geht. Viele Frauen spüren ein Ziehen im Unterleib, das ein wenig an die Unterleibsschmerzen während der Periode erinnert.

Schwangerschaftsanzeichen 4: Du bist ständig müde

Der Körper einer Schwangeren muss Höchstleistungen vollbringen: Die Plazenta wird aufgebaut, damit das Ungeborene immer gut versorgt ist. Muskeln, Bindegewebe und Gelenke werden gelockert, um Platz für das Baby zu schaffen. Aus diesem Grund sind schwangere Frauen anfangs häufig müde und erschöpft. Besonders in den ersten vier Monaten solltest du genug schlafen und alles etwas ruhiger angehen lassen.

Frau hat Unterleibsschmerzen

Unterleibsschmerzen und Übelkeit gehören zu den klassischen Schwangerschaftsanzeichen.

Schwangerschaftsanzeichen 5: Du magst bestimmte Lebensmittel nicht mehr

Erst einmal die gute Nachricht: Solche Aversionen sind völlig normal und sogar gut für den Embryo. Sie werden durch das Schwangerschaftshormon HCG (Humanes Chorion Gonadotropin) ausgelöst und treten meist bis zur zwölften Woche besonders stark auf.

Oft entwickeln werdende Mütter besondere Abneigungen gegen Lebensmittel und Getränke, die dem Baby schaden könnten - Kaffee, Alkohol, Fleisch, Eier und Fisch gehören zum Beispiel dazu (vor allem rohe tierische Produkte können schädliche Bakterien enthalten).

Schwangerschaftsanzeichen 6: Nach dem Aufwachen ist dir oft richtig übel

Gut möglich, dass dir das Schwangerschaftshormon HCG auch auf den Magen schlägt. Bei vielen Frauen tritt dieses Schwangerschaftsanzeichen zwar erst ab der 6. Woche auf, du könntest aber durchaus schon früher betroffen sein.

Rund drei Viertel aller Frauen reagieren empfindlich auf das Hormon. Direkt nach dem Aufstehen ist die Übelkeit in der Regel am heftigsten, sobald sich der Kreislauf etwas stabilisiert hat, geht es wieder. Falls du dich öfter erbrechen musst, solltest du unbedingt deinen Frauenarzt aufsuchen.

Schwangerschaftsanzeichen 7: Schmierblutung statt Periode

Sieben bis zwölf Tage nach dem Eisprung kann es zu einer Schmierblutung, auch bekannt als Einnistungsblutung, kommen. Diese tritt auf, wenn sich die befruchtete Eizelle mit der Gebärmutterschleimhaut verbindet.

Oftmals fällt die Schmierblutung in den Zeitraum der eigentlichen Periode, allerdings ist sie im Vergleich zu dieser leicht hellbraun und über die Tage konstant schwach. Auch dauert die Einnistungsblutung in der Regel nicht länger als zwei bis vier Tage an. 

Schwangerschaftsanzeichen 8: Du musst ständig auf die Toilette

Eigentlich würde man ja denken, dass die Blase  erst drückt, wenn der Bauch schon ein gutes Stück gewachsen ist. Doch auch zu Beginn einer Schwangerschaft müssen viele Frauen häufiger auf die Toilette als gewohnt.

Daran ist der erhöhte Östrogenspiegel schuld, der das Gewebe elastischer macht und die Muskeln lockert. Die Harnröhre kann dem Druck nicht so lange standhalten wie gewohnt. Auch das Sexualhormon Progesteron, das im Körper werdender Mütter verstärkt produziert wird, hat eine entspannende Wirkung auf die Blasenmuskulatur.

Wann ist ein Schwangerschaftstest sinnvoll?

Ein Schwangerschaftstest für zu Hause kann bereits ab dem zehnten bis zwölften Tag nach der Empfängnis durchgeführt werden. Allerdings raten viele Ärzte von einem so frühzeitigen Test ab, da sich nicht jedes befruchtete Ei tatsächlich in der Gebärmutter einnistet und durch ein positives Ergebnis eventuell falsche Hoffnungen geweckt werden können.

Zudem ist das Risiko negativer Testergebnisse erhöht, da dein HCG-Wert zu diesem Zeitpunkt noch zu gering sein könnte. Am besten wartest du erst einmal ab, ob deine Periode auch wirklich ausbleibt, bevor du zum Teststreifen greifst. Fest steht jedoch: Beim kleinsten Verdacht auf eine Schwangerschaft gilt es, ab sofort auf Alkohol sowie Nikotin zu verzichten und bei rohen tierischen Produkten Vorsicht walten zu lassen.

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Unsicher ob du schwanger bist oder nicht?

Die Schwangerschaftsanzeichen unterscheiden sich von Frau zu Frau. Sie können, müssen jedoch nicht auftreten. Ein sicherer Hinweis auf eine bevorstehende Schwangerschaft sind sie allerdings nicht. Schließlich können auch andere medizinische Gründe hinter Symptomen wie Unterleibsschmerzen, Übelkeit oder Müdigkeit stecken. Hundertprozentige Sicherheit, ob du nun schwanger bist oder nicht, kann dir nur dein Frauenarzt geben.

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