Leben & Familie

Die verrücktesten Sex-Tipps aus dem Jahr 1894

FREITAG, 04.01.2019

Sex ist heute ein allgegenwärtiges Thema. Wie kommt man am besten zum Orgasmus? Welche Stellungen bereiten am meisten Lust? Und wo genau sitzt eigentlich der G-Punkt? Das sind Fragen die uns überall begleiten. Egal ob man sich durch sie mit seiner besten Freundin, dem Partner oder mithilfe des Internets wühlt – man beschäftigt sich mit seiner eigenen Sexualität. Doch das war nicht immer so. Vor ca. 130 Jahren, genau genommen 1894, sah das noch ganz anders aus.

Die Ehefrau von Pastor L.D. Smythers schrieb 1894 ein Buch, das jungen Frauen helfen sollte, eine gute Ehefrau zu werden. Und weil zu den Pflichten einer guten Ehefrau eben auch geringfügige sexuelle Aktivitäten gehören, dachte sich die gute Frau Pastorin, dass sie ihre weisen Sex-Tipps für Eheleute einfach mal aufschreiben sollte. Und bei diesen Ratschlägen, kann uns der arme Pastor nachträglich nur leidtun.

Früher war eben nicht immer alles besser.

 

Die meisten Männer sind von Natur aus pervers

Weil die Frau Pastorin der Meinung ist, dass die meisten Männer von Natur aus pervers sind und sie sich gegen ihre niederen Instinkte offenbar nicht wehren können, werden sie versuchen eine Vielzahl der widerwärtigsten Praktiken im Schlafzimmer durchzusetzen – davor sollte sich eine kluge Ehefrau also unbedingt in Acht nehmen. Mit diesen Praktiken meint sie jedoch nicht nur der Sex generell, sondern auch das Küssen  des „widerlichen Körpers des Ehemannes“.

 

Die kluge Ehefrau trägt Baumwoll-Nachthemden

Das dicke Baumwoll-Nachthemd kann einer klugen Ehefrau gute Dienste erweisen. Vor allem, weil man sich so zum Sex niemals ganz entblößen muss, sondern lediglich die Körperpartien freilegen muss, die zum Akt von Nöten sind. Doch wer jetzt glaubt, dass die Kleiderregel nur Frauen betrifft liegt falsch. Auch Männer sollten ihren Schlafanzug anbehalten und nur ein Minimum an Haut zeigen. Denn…

 

…sich nackt zu sehen ist nicht erlaubt

Eine kluge Ehefrau wird es ihrem Mann niemals erlauben sie nackt zu sehen. Und im Gegenzug auch niemals seinen unbekleideten Körper sehen wollen und müssen.

 

Licht aus und Ruhe

Kommt es dann tatsächlich zum verpönten aber voll bekleideten Akt, sollte die Frau auf jeden Fall lieber die Lichter ausschalten und keinen Ton von sich geben. Nicht, dass der Mann noch denken könnte es gefalle ihr und sich dadurch ermutigt sehen könnte, eine der perversen Praktiken zu versuchen oder gar seinen Baumwoll-Schlafanzug auszuziehen.

Profi-Tipp: Wenn der Mann dennoch denkt, dass die Frau Lust an der Sache empfindet, hilft immer noch totstellen. Kein Scherz.

 

Auf den Mund küssen geht gar nicht

Sollte der Mann versuchen die Ehefrau während oder vor dem Sex  auf den Mund zu küssen, dann hilft es, den Kopf leicht zur Seite zu drehen, um den Kuss keusch auf die Wange zu leiten.

Absolutes Küss-No-Go: Wenn er versucht ihr Kleid – ihr wisst schon Baumwolle und so – hochzuheben und sie irgendwo anderes zu küssen will, dann sollte eine gute Ehefrau ihr Kleid schnellstens wieder richten und behaupten die Toilette aufsuchen zu müssen.

 

Dirty Talk der Extraklasse

Sollte der Mann, pervers wie er nun mal ist, versuchen die Ehefrau mit einem lasziven Gespräch zu verführen, kann die kluge Frau sich nur mit einer trivialen und nicht sexuellen Frage aus der Affäre ziehen. „Wie findest du die neuen Gardinen“ oder „Deine Mutter kommt heute zum Abendessen vorbei“ waren dabei bestimmt die Dauerbrenner.  

 

Nach dem Sex ist vor dem Sex

Oder auch nicht. Der Mann empfindet nämlich offensichtlich, meint zumindest die werte Frau Pastorin, die größte sexuelle Befriedigung in der friedvollen Zeit nach dem Akt. Eine gute Ehefrau sollte also darauf achten, nach dem Sex keine Ruhe für ihren Mann zu garantieren. Nicht, dass der noch auf dumme Ideen kommt und denkt, dass man so etwas öfter machen könnte. Denn auch hier gibt es eine wichtige Regel:

 

Sex gibt es höchstens zwei Mal die Woche

Eine gute Ehefrau wird alles dafür tun, den Akt auf höchstens zwei Mal die Woche zu beschränken. Und im Laufe der weiteren Ehejahre auch dafür sorgen, dass diese Frequenz immer geringer wird. Was dabei helfen kann, ist zum Beispiel das Vortäuschen von Krankheiten, Kopfschmerzen oder Müdigkeit.

 

Wenn Sex, dann nur widerwillig

Generell gilt: Wenn man Sex hat, dann nur selten und vor allem widerwillig – erinnert euch an Licht aus und still sein. Falls sich die Ehefrau nämlich nicht daranhalten sollte, kann eine schöne Ehe schneller schief laufen, als es uns lieb wäre. Denn wir wissen ja: Männer sind pervers und hätten am liebsten jeden Tag Sex und dann würde das aber wirklich einer Orgie  gleichen, oder?

 

Ganz nach dem Motto ‚Sex dient zur Reproduktion‘ und sollte weder Spaß machen noch Lust verschaffen, hatten der Pastor und seine Frau offenbar ein ziemlich erfülltes Eheleben. Zum Glück ist das jedoch heute anders und solche Tipps dienen uns höchstens noch, um eine Runde mit unseren Freundinnen darüber zu lachen.

PS: Falls in eurem Freundeskreis demnächst jemand heiraten sollte, habt ihr jetzt schonmal das perfekte Mitbringsel, das euch auf jeden Fall ein paar Lacher einbringen wird.

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Das sind die skurrilsten Sex-Tipps aus dem Jahre 1894 für junge Eheleute - geschrieben von der Frau eines Pastors.