Ausbleiben der PeriodeWenn die Menstruation auf sich warten lässt

FREITAG, 27.10.2017

So manche Frau hat schon vergebens auf ihre Regelblutung gewartet – wohlgemerkt ohne schwanger zu sein. Das Ausbleiben der Periode kann vielfältige Gründe und Ursachen haben. Nicht selten liegt eine Menstruationsstörung, eine sogenannte Amenorrhoe, vor. 

Das Ausbleiben der Periode löst meist eine Schrecksekunde und die Frage aus: "Bin ich schwanger?" Nervös zählt man die Tage im Kalender nach und überprüft, ob man die Pille auch wirklich regelmäßig eingenommen hat. Wer eine Schwangerschaft grundsätzlich ausschließen kann, steht oft dennoch vor einem Rätsel: Was läuft da falsch, wenn eine Frau plötzlich keine Periode mehr hat?

Ursachen für eine unregelmäßige Regelblutung

Auffallend ist, dass die Menstruation oft dann auf sich warten lässt, wenn die betroffene Frau unter starkem psychischem Druck steht oder sich ihre Lebensumstände einschneidend verändert haben. Dazu gehören Stress, ungewohnte Klimawechsel sowie Probleme im Berufs- oder Familienleben. All diese Faktoren stellen eine besondere Belastung für die Nerven dar und können das hormonelle Gleichgewicht beeinträchtigen.

Ähnliche Folgen können Leistungssport, starke Gewichtsabnahmen und deutliches Übergewicht haben. Auch krankhafte Ursachen wie Gehirnerkrankungen, Tumore oder Erkrankungen der Eierstöcke nehmen Einfluss auf den Hormonspiegel einer Frau und können zum Ausbleiben der Periode führen. Selbst die Einnahme von Medikamenten beziehungsweise das Absetzen der Pille kann vorübergehend für Chaos im Körper sorgen.

Primäre und sekundäre Amenorrhoe

Mediziner sprechen beim Ausbleiben der Periode von einer sogenannten Amenorrhoe. Sie stellt eine der häufigsten Störungen der weiblichen Regelblutung dar. Unterschieden wird dabei zwischen primärer und sekundärer Amenorrhoe. Ersteres beschreibt den Fall, dass eine junge Frau bis zu ihrem 16. Lebensjahr noch keine Periode hat. Letzteres meint das mehr als dreimonatige Ausbleiben der Regel, wenn bereits ein regelmäßiger Zyklus vorhanden war.

Während die primäre Amenorrhoe meist angeborene körperliche Ursachen hat (z.B. Fehlentwicklungen der Genitalorgane, Autoimmunkrankheiten), ist die sekundäre Variante oft auf externe Faktoren wie Stress oder beispielsweise die Einnahme von Medikamenten zurückzuführen.

Natürliche Ursachen für das Ausbleiben der Periode ausschließen

Bevor du dir den Kopf über eine mögliche Menstruationsstörung zerbrichst, solltest du die nächstliegenden natürlichen Ursachen für das Ausbleiben der Periode in Betracht ziehen. Dazu zählen – wie bereits erwähnt – eine mögliche Schwangerschaft oder aber die Wechseljahre. Ab dem 40. Lebensjahr sinkt die Fruchtbarkeit zunehmend, bis die Periode schließlich ganz ausbleibt.

Wenn deine Periode ausbleibt, bleibe ruhig und gönne dir erstmal etwas Ruhe.

Wenn deine Periode ausbleibt, bleibe ruhig und gönne dir erstmal etwas Ruhe.

Selbst stillende Mütter sollten darauf gefasst sein, dass die monatliche Regel eine Zeit lang ausfällt. Dabei gilt als Faustregel: Je öfter und länger du stillst, desto später kehrt deine Periode zurück. Denke jedoch daran, dass das Ausbleiben der Regel nicht bedeutet, dass du keinen Eisprung mehr hast. Auch bei unregelmäßiger Menstruation solltest du dich unbedingt um sichere Verhütung kümmern, wenn du nicht schwanger werden willst.

Die Periode bleibt aus? Das kannst du tun

Da eine Menstruationsstörung vielfältige Gründe haben kann, ist es sinnvoll, sich von einem Arzt beraten zu lassen. Er wird dich zu deiner Lebensweise befragen und die Geschlechtsorgane untersuchen. Ob weitere Maßnahmen erforderlich sind, hängt vom jeweiligen Fall ab.

Falls der Amenorrhoe keine krankhafte Ursache zugrunde liegt, lässt sich der Hormonhaushalt meist mit einfachen Mitteln harmonisieren: Vermeide Stress, setze auf eine ausgewogene Ernährung und schwinge dich mal wieder aufs Rad. Dein Körper dankt dir jede Form der Entspannung! Unterstützend gegen das Ausbleiben der Periode können auch Zyklustees wirken. Sie beinhalten unter anderem: Rosmarin, Himbeerblätter, Holunderblüten, Salbei und Beifuß.

Ein bewährtes Mittel gegen eine unregelmäßige Periode ist zudem Mönchspfeffer. Die Pflanze, die es in Form von Tropfen, Kapseln, Tee oder Filmtabletten in der Apotheke gibt, greift harmonisierend in die Zyklusregulierung ein. Aber Vorsicht: Auch wenn es sich hierbei um ein natürliches Mittel handelt, sollte die Einnahme von Mönchspfeffer in jedem Fall mit einem Arzt abgeklärt werden.

Tipp: Während sich dein Körper regeneriert, solltest du einen Zykluskalender über deine Regelblutung führen. Indem du morgens regelmäßig deine Temperatur misst, findest du zudem heraus, wann du einen Eisprung hast. Beides verschafft dir einen Überblick über die zeitlichen Abstände deines Menstruationszykluses.

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