Fehlgeburt: Welche Anzeichen für einen Abort gibt es?

DIENSTAG, 12.12.2017

Eine Fehlgeburt gehört zu den traumatischsten Erfahrungen, die eine Frau im Leben durchmachen kann. Dabei passiert dies häufiger als viele denken, weil viele Aborte, wie eine Fehlgeburt in der Fachsprache genannt wird, unbemerkt bleiben.

Experten schätzen laut "netdoktor.de", dass sich bis zu zwei Drittel aller befruchteten Eizellen nicht weiterentwickeln und damit als Fehlgeburt einzustufen sind. Viele nisten sich gar nicht erst in der Gebärmutter ein. 80 Prozent dieser Abgänge bleiben unbemerkt. Je älter Frauen sind, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer unbemerkten Fehlgeburt.

Ein solcher Abort lässt sich häufig nicht einmal dann erkennen, wenn Frauen auf bestimmte Symptome achten. Der Abgang einer befruchteten Eizelle in diesem frühen Entwicklungsstadium geht in der Regel lediglich mit einer verstärkten oder aber auch verspäteten Monatsblutung einher.

Überraschendes Unglück: Verhaltene Fehlgeburt

Doch nicht nur in einem frühen Stadium kann ein Abort zunächst unbemerkt bleiben. Bei einer sogenannten verhaltenen Fehlgeburt hört das Herz des Embryos einfach auf zu schlagen. Weiß die werdende Mutter von der Schwangerschaft, wird sie zunächst nichts von diesem Unglück bemerken. Es treten weder Symptome wie Blutungen, noch krampfartige Schmerzen im Unterleib oder gar Wehen auf. Aus diesem Grund ist die Diagnose meist ein zufälliger Befund, der erst bei der nächsten routinemäßigen Ultraschallbehandlung festgestellt wird.

Anzeichen einer unbemerkten Fehlgeburt

Frauen, die besonders auf ihren Körper achten, könnten eine verhaltene Fehlgeburt allenfalls daran erkennen, dass die typischen Schwangerschaftsanzeichen zurückgehen. Wie das Apothekenmagazin "Baby und Familie" berichtet, lässt beispielsweise die Morgenübelkeit sowie das Spannen in der Brust nach. Allerdings kann es auch ganz natürliche Ursachen haben, dass diese Symptome zurückgehen oder während einer Schwangerschaft weniger stark ausgeprägt sind.

Vor allem aber, wenn du als Schwangere eindeutige Anzeichen für eine Fehlgeburt bemerkst, solltest du schnellstmöglich einen Notarzt aufsuchen. Hierbei handelt es sich etwa um akute krampfartige Unterleibsschmerzen oder starke vaginale Blutungen. In diesen Fällen ist nicht nur das Leben des ungeborenen Kindes, sondern auch das der Mutter in höchster Gefahr.

Abort: Wann solltest du einen Arzt aufsuchen?

Eine unbemerkte Fehlgeburt ist häufig nicht anhand von Symptomen auszumachen. Solltest du jedoch folgende Anzeichen wahrnehmen, such am besten sofort einen Arzt auf:

  • Blutungen, selbst wenn sie nur schwach sind
  • Starke, krampfartige Schmerzen im Unterbauch
  • Starkes Ziehen im Unterleib
  • Starke Schmerzen im unteren Rücken
  • Fieber und eitriger Ausfluss
  • Bei fortgeschrittener Schwangerschaft kann Fruchtwasser austreten

All diese Symptome können Hinweise auf einen Abort sein. Aber mach dich nicht im Vorfeld verrückt, ehe du bei einem Gynäkologen warst. Oftmals stecken hinter den Symptomen nämlich ganz harmlose Ursachen. 

Schwangere Frau legt die Hand auf ihren Bauch

Starke Schmerzen im Unterleib können auf einen Abort hindeuten.

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