Sekundäre Amenorrhoe: Wenn die Periode ausbleibt

MONTAG, 14.08.2017

Ein Ausbleiben der Periode wird als sekundäre Amenorrhoe bezeichnet, wenn die Frau zuvor bereits Menstruationsblutungen gehabt hat. Welche Ursachen dahinter stecken können und wann du zum Arzt solltest, das erfährst du hier.

Die Periode sollte bei jeder Frau ab der Pubertät einmal im Monat auftreten. Wenn sie jedoch ausbleibt, dann ist das ein Grund aufmerksam zu werden: möglicherweise liegt eine Amenorrhoe vor. Und diese kann sich auf zwei verschiedene Arten äußern.

Welche Formen von Amenorrhoe gibt es?

Lässt die erste Menstruation länger als bis zum 16. Lebensjahr auf sich warten, sprechen Mediziner von einer primären Amenorrhoe. Bei Frauen, die von einem plötzlichen Ausbleiben der Periode betroffen sind, zuvor aber schon regelmäßig Monatsblutungen gehabt haben, handelt es sich hingegen um eine sogenannte sekundäre Amenorrhoe.

Wann hast du eine sekundäre Amenorrhoe?

Leichte Schwankungen im Zyklus sind vor allem bei jungen Frauen normal. Auch können verschiedene Ursachen dazu führen, dass die Menstruation etwas unregelmäßig auftritt. Bis im medizinischen Sinne eine sekundäre Amenorrhoe vorliegt, muss die Periode aber mehr als drei Monate ausbleiben.

Ursachen für das Ausbleiben der Periode

Wenn eine sekundäre Amenorrhoe auftritt, kann dies unter anderem auf Funktionsstörungen des Gehirns zurückzuführen sein. Ursache sind dann zum Beispiel Veränderungen in der Hirnanhangsdrüse. Setzt daraufhin die Stimulation der Eierstöcke aus, kann die Periode ausbleiben.

Weiterhin kann es durch das Absetzen der Antibabypille zu einem Ausbleiben der Periode kommen. Bis sich der Regulationsmechanismus zwischen Gehirn und Eierstöcken nach der letzten Pilleneinnahme wieder normalisiert hat, können bis zu sechs Monate vergehen. In dieser Zeit kann es zu einer sekundären Amenorrhoe kommen.

Das gilt übrigens auch für die Stillzeit. Um die Milchproduktion anzuregen, schüttet der Körper vermehrt das Hormon Prolaktin aus. Dieses Hormon kann jedoch den Zyklus beeinflussen, wodurch es zu einem Ausbleiben der Periode kommen kann. Aber nicht nur während der Stillzeit bildet der Körper eine größere Menge Prolaktin – auch Tumore oder die Einnahme verschiedener Medikamente können Ursachen hierfür sein.

Psychische Faktoren

Neben körperlichen Ursachen können auch psychische Faktoren zu einer sekundären Amenorrhoe führen. Stehst du vor wichtigen persönlichen oder beruflichen Entscheidungen, stirbt ein Mensch, der dir sehr nahegestanden hat, oder hat sich dein Partner gerade von dir getrennt, kann auch das ursächlich für eine fehlende Menstruation sein.

Sekundäre Amenorrhoe – wann zum Arzt?

Eine Amenorrhoe selbst ist nicht gefährlich, allerdings können es ihre Ursachen sein. Einen Arzt solltest du daher nicht nur dann aufsuchen, wenn du einen Kinderwunsch hegst und schwanger werden möchtest. Eine ausbleibende Regelblutung ist immer als ein Signal deines Körpers aufzufassen. Die Behandlung einer sekundären Amenorrhoe richtet sich nach ihrer Ursache und ist somit individuell. Dein Frauenarzt kann mögliche und sinnvolle Maßnahmen mit dir besprechen.

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