Verhütung mit Gummi: Wie sicher sind Kondome?

MONTAG, 22.01.2018

Kondome schützen nicht nur vor Schwangerschaften, sondern auch vor Geschlechtskrankheiten oder AIDS. Doch wie sicher ist ein Kondom wirklich? Ist zusätzliche Verhütung nötig? Hier werden deine Fragen beantwortet.

Kondome gelten trotz ihres eher unsicheren Rufs als sehr sicher. Sie sind das einzige Verhütungsmittel, das nicht nur sicher vor vielfältigen Geschlechtskrankheiten und einer HIV-Infektion schützt, sondern auch eine Schwangerschaft verhindert. Als Verhütungsmittel ist ein Kondom fast so sicher wie die Antibabypille. Der Pearl-Index des Kondoms beträgt eins bis fünf, die Pille hat vergleichsweise einen Pearl-Index von eins. Das bedeutet: Wenn 100 Frauen ein Jahr lang mit dieser Methode verhütet haben und in diesem Zeitraum eine Schwangerschaft aufgetreten ist, beträgt der Pearl-Index 1. Bei Präservativen ist es jedoch sehr wichtig, dass sie sachgemäß angewendet werden, damit sie auch wirklich sicher sind.

Präservativ richtig benutzen

Für die richtige Anwendung ist häufig etwas Erfahrung und Übung notwendig, denn gerade das Überziehen des Gummis gestaltet sich häufig als nicht so einfach. Das Überziehen lässt sich jedoch auch ganz einfach mit einem länglichen Gemüse oder einem Gegenstand üben. So musst du nicht im Eifer des Gefechts neue Dinge erlernen, sondern bist schon darauf vorbereitet. Achte zusätzlich auch darauf, nur Markenkondome zu verwenden, die ein CE-Prüfsiegel besitzen. Auch das Haltbarkeitsdatum ist wichtig, denn auch ein abgelaufenes Präservativ kann sehr leicht reißen. Verwende außerdem kein Kondom aus einer beschädigten Verpackung, da du so nicht wissen kannst, ob das Kondom noch einwandfrei ist.

Bei korrekter Anwendung bietet das Kondom einen sicheren Schutz.

Bei korrekter Anwendung bietet das Kondom einen sicheren Schutz.

Sicherer Schutz mit einem Kondom

Selbstverständlich können Präservative reißen. Dies passiert allerdings in den meisten Fällen nur bei unsachgemäßer Verwendung. Ein Kondom reißt beispielsweise leicht, wenn es falsch herum auf den Penis gezogen wurde. Laut der europäischen Norm EN 600 muss jedes einzelne Präservativ so stabil sein, dass 18 Liter Luft hineinpassen. Kondome sollten außerdem nicht unter oder im Wasser benutzt werden, da auch so die Reißfestigkeit des Gummis beeinträchtigt wird. Außerdem kann das Wasser den Sitz des Kondoms verschlechtern, sodass es leichter abrutscht. Du kannst Präservative somit völlig ohne Bedenken zur Verhütung beim Sex benutzen, aber auch um dich vor Krankheiten zu schützen. Denn bei richtiger Anwendung ist es sehr sicher. Verzichte bei Sexualpartnern, die du noch nicht so gut kennst, keinesfalls auf ein Präservativ, denn du kannst davon nur profitieren.

Präservativ: Gummi sicher aufbewahren

Damit das Kondom bei der Anwendung auch unbeschädigt ist, spielt die richtige Aufbewahrung eine große Rolle. Lass die Gummis nie ungeschützt in der Hosentasche, Geldbörse oder Rucksack liegen. Durch harte Gegenstände wie Schlüssel oder Geld können sie beschädigt werden. Allerdings ist es ratsam, einen Pariser bei sich zu haben. Man weiß schließlich nie, was die Nacht bringt. Um ganz sicher zu gehen, kannst du die Kondome in einer kleinen Dose aufbewahren, die du dann stets in deiner Tasche dabei hast. Außerdem solltest du Präservative nicht zu lange Hitze oder Sonne aussetzen. Dadurch können sie undicht werden. 

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