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Menstruationstassen: So gefährlich sind sie wirklich

Sind Menstruationstassen eine empfehlenswerte Alternative zu Tampons? Nicht unbedingt! Denn die aus Silikon hergestellten Kappen bergen gefährliche Risiken, wie eine Studie herausgefunden haben soll.

Donnerstag, 28.06.2018
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1:14 min

Menstruationstasse: Was ist das?

Für immer mehr Frauen wird die Menstruationstasse zu einer Alternative zu Binde und Tampon. Diese trichterförmigen Mini-Tassen aus medizinischem Silikon werden auch Menstruationsbecher, Menstruationskappe oder Menstruationsglöcken genannt und sollen werden von ihren Anhängerinnen als besonders schonende Hygieneprodukte gefeiert.

Die Tasse wird in die Scheide eingeführt und fängt dort das Blut der monatlichen Regel auf. Nichts stört also den Blutfluss. So speichern sie je nach Tassen-Modell bis zu 48 Milliliter Flüssigkeit. Anders als Tampons und Binden sind die Tassen wiederverwendbar. Man muss sie lediglich entleeren und reinigen.

Toxisches Schocksyndrom und Menstruationstassen

Dennoch fragen sich viele Frauen, ob die Verwendung der Tassen auch mit Gefahren, wie zum Beispiel dem Toxischen Schocksyndrom (TSS) verbunden ist. Die durch Bakteriengifte hervorgerufene Krankheit tritt zwar selten auf, ist aber im schlimmsten Fall lebensgefährlich und kann zu Kreislauf- und Organversagen führen.

Darüber gibt nun eine Studie Aufschluss. Ihre Ergebnisse seht ihr oben im Video.

Studie: Die Tasse als Alternative zum Tampon

Laut einer Studie, die kanadische Forscher durchgeführt haben, sind Frauen, die hauptsächlich Tampons nutzen, mit Menstruationstassen zum großen Teil genauso zufrieden. Sie würden das Produkt auch nach dem Ende der Studie weiterhin benutzen und es auch anderen Frauen empfehlen.

Sichere Anwendung: Wie reinige ich meine Menstruationstasse?

Wenn du dich für den Gebrauch einer Menstruationstasse entscheidest, ist es besonders wichtig, sie immer gründlich zu reinigen – am besten nach jedem Wechsel. Leider ist in den Gebrauchsanweisungen vieler Tassen zu lesen, dass ein bloßes Auswaschen zwischen den Wechseln ausreicht.

Eine aktuelle Studie im Fachjournal "Applied and Environmental Microbiology" widerspricht dem allerdings. Man könne sich damit eine verunreinigte Menstruationstasse einführen – genau wie bei Keimen auf dem Tampon ein Risiko. Die Folge kann im schlimmsten Fall eine Erkrankung an TSS, dem Toxischen Schocksyndrom, sein.

Sterilisieren beim Reinigen nicht vergessen

Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man die Tassen vor jedem Einführen in kochendes Wasser legen. So werden gefährliche Keime abgetötet. Unser Tipp: Mit zwei Tassen ist ein regelmäßiges, sicheres Wechseln einfacher zu bewerkstelligen.

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